„OUR MIND INTO A BREZEL“

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Eröffnung: Samstag, 15. Oktober, 19 Uhr

Begrüßung Hermann Wenzler, 1. Vorsitzender

Einführung in das Gesamtprojekt und Vorstellung der Publikation
THE EXECONOMIST:
Susanne Jakob, Kai Bauer, Hans Winkler

16.10. – 4.12.2016
_______________________________________________________

KVN PROJEKTRAUM
Rupert-Mayer-Kapelle,
Rupert-Mayer-Str. 68  73765 Neuhausen/Fildern
https://kvnneuhausen.wordpress.com
kv.neuhausen@gmail.com  M. 0172/5451345

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag: 14 – 18 Uhr oder nach Vereinbarung M 0172/5451345
„Singing in the Capital»/«Das Kapital singen»
Konzept: Leander Schwazer
Performance: Prof. Angelika Luz/Pascal Zurek
Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart

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«Dieser Schein verfällt»
Performance von Peter Kees

Wermke/Leinkauf
(„Y)OUR MIND …“
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“
ACHTUNG! LIVE-SENDUNG

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«OUR MIND INTO A BREZEL»
Neue Sichtweisen auf Tauschmittel, Finanzwelt und Ökonomie
15. Oktober – 4. Dezember 2016

«(Geld) ist ein Zaubermittel, das alles bedeutet und doch keinerlei Wert hat. Es wird aus dem Nichts geschaffen, vermehrt sich exponentiell und bezieht seinen Wert (…) durch Mangel. Armut garantiert seinen Wert: Hätten alle genug Geld, hätte es keinen Wert».(Bernard Lietaer)

“It turns the mind into a brezel” ist ein Zitat des ehemaligen belgischen Notenbankers und Professors für internationales Finanzwesen Bernard Lietaer. Mit dieser Metapher beschreibt der ehemalige Notenbanker bildhaft die Auswirkungen des Geldes auf unser Denken und Bewusstsein. Die Gier und das Streben nach Geld lässt uns nicht mehr geradeaus denken, sondern nimmt sonderbare Verschlingungen und Verknotungen an, eben die einer geflochtenen Brezel.
In der Kunst der zurückliegenden Jahrzehnte gibt es eine Reihe künstlerischer Positionen, die sich auf diese Thematik beziehen. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gibt es teilweise wenig beachtete Versuche, andere Formen des Wirtschaftens zu praktizieren. Die Grundidee von «Our Mind into a Brezel» ist, die einzelnen ökonomischen Gegenentwürfe zusammenzufassen und in einem mehrteiligen Kunstprojekt zu reflektieren.

Die eingeladenen Künstler/innen entwickeln Projekte, in denen das Finanz- und Wirtschaftssystem sowie das veränderte Verhältnis von Arbeit, Leistung und Lohn kritisch kommentiert, Konzepte zu anderen Ökonomien formulieret, und Haltungen des Verzichts, der Verweigerung und der Subversion dem Phänomen der überdrehten Finanzwelt gegenübergestellt werden.

Abb.Header: Byung Chul Kim: „Orale Gegen-Ökonomie: Eine Geld-Ess-Aktion von Judith Stepina“, Performance am 20.3.2010, im Rahmen von PERFORMANCE HOTEL, Stuttgart 2009-2010, Video DVD 2010, GIF aus 14:40 min.
fig..: Dread Scott, Money to burn, 2010, Wall Street, New York

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#1 PROJEKTE
Bereits im Vorfeld oder auch parallel zur Ausstellung sollen zum oben genannten Themenspektrum eigens dafür entwickelte Interventionen und Aktionen von den beteiligten Künstler*innen realisiert werden: Byung Chul Kim (D/COR), Lucia Dellefant (D), Rainer Ganahl (D/A/ USA); Martina Geiger-Gerlach (D), Leopold Kessler (D/A); Wermke & Leinkauf (D); Hans Winkler (D/USA), Georg Winter (D); Anke Zürn (D/CH).

fig. Anke Zürn; Goldlabor (in situ), 2016

#2 ARCHIV
Ergänzend zu diesen offenen Prozessen und situationsbezogenen Interventionen werden in einem ARCHIV Referenzprojekte aus der Vergangenheit präsentiert. Das Archiv dokumentiert künstlerische und aktivistische Positionen von den 1960er Jahren bis 2015. Dabei konzentriert sich die Auswahl auf Werke und Statements, die als Reaktion auf die Bankenkrise 2007/08 entstanden sind – oder die Gegenmodelle zur neoliberalistischen Wirtschaftsform formulieren:

Abbie Hoffman (USA), Black Mask/UATWN (USA); JSG Boggs (USA); Paolo Cirio (USA/I);; Uwe Jonas, Peter Kees & Hans Winkler (D); Janice Kerbel (CAN/UK);The KLF (UK); Gianni Motti (CH); Dread Scott (USA); Zanny Begg & Oliver Ressler (AUS/A) u.a.

fig.: Black Mask/UATWM, Wall St. is War St. 1967; Foto© Larry Fink
fig.: Abby Hoffman, Steal This Book, 1967 (© Archiv privat)

fig: Leopold Kessler, Schnorrer, 2006­/2009
Photoseria of people, i don ́t know who asked me for a cigarette. If they let me take a photo, i gave them the cigarette.  © Leopold Kessler

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#3   THE EXECONOMIST
Zur Ausstellung gibt der KV Neuhausen eine projektbezogene Zeitung heraus. In dieser Zeitung, die dem Layout eines Wirtschaftsjournals nachempfunden ist, sollen neben Beiträgen aus dem Bereich der Bildenden Kunst auch Vertreter einer kritischen Wirtschafts- und Finanztheorie sowie Experten von «Commons» , Umverteilungs- und «Sharing» Projekten» zu Wort kommen. Mit Beiträgen von: Kai Bauer, Susanne Bosch; Heiner Flassbeck, Dietrich Heissenbüttel, Susanne Jakob, Peter Kees, Oliver Ressler/ Mike Watson, Klaus Schönberger, Joel Tauber, Hans Winkler, Georg Winter, u.v. a.) VP: 3 €

THE EXECONOMIST ist global unterwegs u.a. in Venedig 2.11.2016 © Hans Winkler

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#4 VORTRAG & DISKUSSION

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19 Uhr

Prof. Dr. Heiner Flassbeck

Für die Ankündigung seines Vortrags im Kunstverein Neuhausen möchte Prof. Dr. Heiner Flassbeck nicht auf ein bestimmtes Thema festgelegt werden, sondern sein Vortragsthema der aktuellen finanzpolitischen Situation und der damit verbundenen Problemstellung anpassen.

Ort: KVN PROJEKTTRAUM, Rupert-Mayer-Kapelle , Rupert-Mayer-Str. 68
70469 NEUHAUSEN/FILDERN Anmeldung: kv.neuhausen@gmail.com

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Der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck war Ende der 1990er Jahre Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen.  2003 – 2012 wechselte er als Chef-Volkswirt zur UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) nach Genf/CH.

Seine wirtschaftspolitischen Standpunkte legt Heiner Flassbeck in dem gemeinsam mit der Ökonomin Friederike Spiecker verfassten Buch „Das Ende der Massenarbeitslosigkeit„ (2007) dar sowie in dem mit Paul Steinhardt gemeinsam gegründeten Online-Forum MAKROSKOP.
Die Gründe für die langjährige Wachstumsschwäche und die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland sieht Flassbeck nicht als Folge des technischen Fortschritts, der Globalisierung oder zu hoher Löhne, sondern einer nicht an der Nachfrage orientierten Politik.

„Flassbeck plädiert stattdessen für eine Wirtschaftspolitik, die keynesianischen Grundideen folgt, und fordert eine „Reform des Denkens“.  (Zit. nach Wikipedia)
http://www.flassbeck.de    http://www.makroskop.eu

Das Projekt «Our Mind into a Brezel» basiert auf einem Konzept der Kunstwissenschaftler*in Susanne Jakob (künstlerische Leitung des KVN), Kai Bauer (Stuttgart) und des Künstlers Hans Winkler (Berlin/New York).

English Version

OUR MIND INTO A BREZEL
New perspectives on the financial and economic system
October, 16 – December 4, 2016

„Our Mind into a Brezel“ is a quote from the senior bank executive and professor of international finance Bernard Lietaer: «(Money) is a magic formula, that means everything and has no value yet. It`s coming out of nothing, it multiplies exponentially and takes its value only by deficiency. Poverty guarantees its value: If all have enough money, it would have no value“.
This metaphor of the former central banker pictorially describes the effects of money on our thinking and consciousness. The greed and the pursuit of money leaves us no longer thinking straight. Rather, they assume weird tangles and knots, just of a braided pretzel.
In the art of the past decades there are several statements which relate to this subject. Also in other social fields there are some little noticed attempts to practice other (different) types of economy. The basic idea of „Our Mind into a brezel“ to combine this individual counter-proposals and to reflect it in a complex art project.

The invited artists developed projects in which the financial and economic system and the changing relationship between labor, efficiency and salary is critically commented:
projects which develop concepts of other and alternative economies, 
projects which unmask money as a metaphor of delusion, projects which examine positions of renunciation, denial and subversion.

Our Mind into a Brezel» wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds., Kommune Neuhausen, Regierungspräsidium Stuttgart und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg.
KF-Logo_monochrom 2    BW100_GR_4C_MWK_WEISS Kopie
Abb. Peter Kees, „Dieser Schein verfällt …“, 2009 © Peter Kees
Abb.: Uwe Jonas, Peter Kees, Hans Winkler, „Wir machen mehr aus Ihrem Geld…“

verfallsstempel

Winkler-Kees

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2 Gedanken zu “„OUR MIND INTO A BREZEL“

  1. Pingback: Grün-Rot fördert innovative Kunstprojekte in der Region | Andrea Lindlohr

  2. Pingback: A story from THE SHARING PROJECT in THE EXECONOMIST | The Sharing Project

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