BODY SPACE – Projekte

BODY SPACE PROJEKTE  2011   English Version

In his book Flesh and Stone (1995), Richard Sennett suggests that a culture’s view of the body influences one’s view of their own body, their view of the bodies of others, and the way that living spaces are designed and constructed. From a sociological point of view, every action related to space is connected with the physicality of man. The construction of architectural and urban spaces is influenced by the cultural ideas of body and social practices.

Body : Space will feature artistic contributions that address the following aspects:

Space that incites action (body): performances and actions, such as the role-play designed by Byung Chul Kim, Performance Express, that traveled from Saarbrücken through Metz and Luxembourg to Paris. Free tickets for the next trip to Metz will be awarded to the most interesting performance concept at the exhibition opening2.  Architectural and urban spaces related to the body or actions of the body, such as the replica of Ezra-Pound Käfig(The Cage of Ezra Pound) by Berlin artist Hans Winkler, as well as the performance of Andreas Baer & MC o.T. and the video used in this performance.

Barbara Engelhard
Tableaux Vivants, Neuhausen 2011

Partizipatives Projekt mit der Bevölkerung in Neuhausen/Fildern

Barbara Engelhard thematisiert das WARTEN an Bahnhöfen oder Haltestellen. Manchmal wartet sie allein, häufig jedoch mit Passanten. Die gedehnte Zeit des Wartens wird durch die Handlungsaufforderung zu Sitzen, zu Liegen, zu Hängen usw. zum kurzweiligen Zeitvertreib.
Die Körper der Anderen nehmen unterschiedliche Körperhaltungen ein und formieren sich zu skulpturalen Körperknäueln, zur plastischen Struktur, zu skurrilen (Gymnastik)Figuren oder zu „tableaux vivants“.

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„Erleichterung“ (Relief)
by Eva Schmeckenbecher

Für die Aktion „Erleichterung“ bittet Eva Schmeckenbecher einen lästigen Gegenstand, Fotos, Briefe usw., die Sie nicht mehr schätzen bzw. schon längst beseitigt haben möchten, zur Ausstellungseröffnung mitzubringen. Eva Schmeckenbecher wird bei der Entfernung des Objekts aus ihrem Leben behilflich sein.

For this performance, Eva Schmeckenbecher asks that you bring an object of annoyance to the opening (such as photos, letters, etc.) that you no longer value or wish to get rid of. Eva Schmeckenbecher will help participants by removing this object from their life.


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Georg Winter & Tuende Kovacs

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HANS WINKLER  „The Cage of Ezra Pound“
reproduced after Venice Biennial 2007/2011

    


Eine Zeichnung des Ezra Pounds Kaefigs angefertigt von einem Aufseher 1945

Der Käfig in der Ausstellung ist ein Nachbau des „Ezra Poud Käfigs“/ „La Gabbia di Ezra Pound“, den Hans Winkler 2007 im Rahmen der Venedig Biennale erstellen ließ und der zerstört wurde.

The Cage of Ezra Pound (Ezra Pound Käfig / La Gabbia die Ezra Pound) on display is a reconstruction.  The original was constructed  by Hans Winkler in Venice in 2007.  The cage was destroyed following the exhibition. Translation: William Gobeli

PERFORMANCE EXPRESS
Ein partizipatives Projekt von  Byung Chul Kim


Ausstellungsbesucher konnten sich an Byung Chul Kims Stand im Kunstverein Neuhausen mit ihrer Performanceidee für eine Freifahrt von Saarbrücken nach Metz/F im Oktober 2011 bewerben.
Abb.: Stand des Performance Express in der Ausstellung Body. Space. 2011
Zugfahrt Saarbrücken – Metz/F. 2010

Das Konzept zum PERFORMANCE EXPRESS hatte der koreanische Künstler Byung Chul Kim für die Projektreihe „Ausgang City/Aufgang Nord“ der saarländischen Landeshauptstadt 2010 konzipiert. Kim eröffnete im Saarbrücker Hauptbahnhof einen Informationsstand und bot Passanten eine Freifahrt mit dem Zug nach Metz, Luxemburg und Paris an. Die einzige Gegenleistung, die der Künstler einforderte, war die Bereitschaft der Mitreisenden eine Aktion/Performance im Zug durchzuführen. Das Motto „Freifahrt gegen Performance“ forderte nicht nur Künstler aller Sparten auf zum Performer zu werden, sondern auch Laien aus allen Gesellschaftsschichten. Außer einer Sammlung bunter Ideen, die die künftigen Performer am Hauptbahnhof vorstellten, war über die Ausführung der Performances im Vorfeld wenig bekannt. Vorbestimmt war nur die Aktionsdauer durch die fahrplanmäßige Abfahrt und Ankunft der Züge. Jeder Akteure konnte jedoch die Dauer seiner Performance innerhalb der Fahrzeit selbst bestimmen und ebenso die Häufigkeit der Aufführungen. Einige durchwanderten den Zug und führten ihre Stücke in jedem Abteil neu auf. Andere blieben in einem Abteil und präsentierten ihre Aktionen den wechselnden Fahrgästen oder sie bezogen diese in ihre Stücke ein. Indem der Künstler den Performern einen Handlungsspielraum eröffnete, konnten sich emergente Prozesse entfalten, die aus einem ganz gewöhnlichen Zug und einer alltäglichen Bahnfahrt einen PERFORMANCE EXPRESS machten.
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CONSUME BAR
Christian Pantzer, Tony Hunt und Daniel Kohl

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 Normalerweise sind die drei ehemaligen Absolventen der Klasse von Peter Cook (Städelschule) mit ihrer Consume Bar in den Strassen von Frankfurt unterwegs. Christian Pantzer, Tony Hunt und Daniel Kohl entwarfen in den 1990ern die aus einem opulenten Surfbrett bestehende mobile Bar, die ohne feste Zeiten, Ortsbestimmung und Personal im öffentlichen Raum unterwegs ist . Meistens durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitet, bietet die sich im Schneckentempo fortbewegende Bar an den  jeweiligen Rastorten Getränke, DJ-Sound und Gespräche an. Manchmal wird sie auch in einen Kunstkontext gestellt wie beispielsweise im Kunstverein Neuhausen, wo sie die Funktion als Sound- und Bierbar übernimmt.

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Andreas Bär & MC o.T.
special guests:
Hannelore Kober & Nana Huelsewig

MC o.T. Kopie

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Mobilität zur Maxime erhebt der Motorradclub ohne Titel – kurz: „MC o.T.“ Der Club als soziales Phänomen wird mittels Labeling und inszeniertem Auftreten seiner Mitglieder Andreas Bär, Hartmut Bubenzer, Elin Doka, Sebastian Fleiter, Christian Göbel, Rolf Nikel, Thomas Ruppel und Stef Stagel im Gruppenverband einem gezielten Gestaltungsprozess unterworfen, der ihn ganz im Sinne einer sozialen Plastik zum Kunstwerk werden lässt – eines das allerdings in permanentem Umbruch und Ausbau begriffen ist. Hervorgegangen aus dem gemeinsamen Interesse am Motorradfahren hat die Gruppe durch zahlreiche Unternehmungen seit 1997 beständig an Kontur gewonnen und sich zugleich ausdifferenziert. In ihrer Gesamtheit befragt die Arbeit des MC o.T. einen Mythos der Moderne. Denn in einem Zeitalter zunehmender Mobilität besetzt der Motorradfahrer – in seiner Selbststilisierung wie auch in der gesellschaftlichen Zuschreibung – als „Easy Rider“ die Rolle des Outlaws, Repräsentant des Unzivilisierten in einer überzivilisierten Welt, Barbar und Nomade zugleich – was natürlich nur eine Projektion ist, aber eine wirksame. Diese Selbststilisierung wird mit Dresscodes, Habitusformen sowie speziellen gruppendynamischen Prozessen vorangetrieben.
(Matthias Schamp im Katalog zu „… und es bewegt sich doch“, Museum Bochum)

Ausgehend von einer Filmszene aus „Easy Rider“, in der die beiden Hauptprotagonisten Billy und Captain America in einer Gefängniszelle auf einer Polizeistation in der Provinz inhaftiert sind, werden stellvertretend immer 2 Members des MC o.T. in den Gitterverschlag in der Rupert-Mayer-Kapelle
eingeschlossen. In der „Zelle“ befindet sich ein Monitor mit einem Videoloop und ein Feldbett (bzw. Pritsche). An der Wand hängen an Haken die Kutten aller Members. Stündlich werden die „Insassen“ durch einen „Officer“ ausgewechselt. Während des Aufenthalts im „Käfig“ verhalten sich die Eingeschlossenen wie in einem autonomen „Space“, d.h. sie kommunizieren nicht mit der Aussenwelt, sondern allenfalls miteinander. Die Aktion ist als „Moving Sculpture“ zu verstehen und soll am Eröffnungstag stattfinden. Sie bedarf keiner zeitlichen Ankündigung.
Während der laufenden Ausstellung ist die unbemannte Zelle als Installation zu sehen. (Andreas Bär)

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curse, blast & bless
„Was man fühlt, ist reicher, als das, was man weiß.“

Eine visual sound performance von Helga Kellerer und zenit&nadir | (Alexandra Mahnke und Aleksandar Nesic) in Zusammenarbeit mit Frank Fierke.

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